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Donnerstag, 2019-10-17

Huflattich – der Frühling lässt grüßen

Wenn sich im Februar oder März die Blütenköpfe des Huflattichs aus dem Boden strecken und Richtung Sonne wachsen, ist der Frühling eingekehrt. Die Menschen atmen auf und wachen aus ihrer winterlichen Lethargie auf. Die zunehmende Lichtmenge bringt uns in Schwung und steigert die Freude auf die warmen Tage, die nicht mehr allzu fern vor uns liegen. Auch der Huflattich spürt diese neuen Energien und erfreut Naturfreunde mit seinen schmalen, gelben Zungenblüten an Wegrainen, Ackerrändern, Böschungen, auf Schutthalden und am Straßenrand. Als widerstandsfähige und anpassungsfähige Pflanze siedelt er nahezu überall. Die geschuppten Blütenstiele machen ihn unverkennbar. Die zur Familie der Korbblütler zählende Pflanze lockt im zeitigen Frühjahr Bienen und Fliegen an, die auf seinen Nektar stehen, der ansonsten noch sehr spärlich zu bekommen ist. Nachts sind die Blütenköpfchen nach unten geneigt. Bei kaltem Wetter öffnen sie sich gar nicht. Bei Regen bleiben sie geschlossen. Die herzförmigen Blätter des Huflattichs erscheinen erst im April. Er besitzt große Bedeutung als Heilpflanze. Blätter und Blüten werden verwendet. Sie enthalten Schleimstoffe, ätherische Öle, Bitterstoffe und vieles mehr. Bei Husten wirkt der Huflattich schleimlösend. Die Früchte des Huflattichs werden in der botanischen Fachsprache Achänen (Sonderform der Nussfrucht) bezeichnet.        [Text und Bilder: U. Nickel]